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bösartiger Tumor
Verfasst: 31. Aug 2026, 09:03
von Nila
Guten Morgen,
gerade rief unsere Tierärztin an. Der Befund unserer Deguline mit dem Darmvorfall ist leider ein bösartiger Tumor mit infiltrativem Wachstum. Sie meinte, er ist ja erstmal entfernt, mit extrem viel Glück kommt er nicht zurück, aber man muss wohl eher damit rechnen, dass da schon irgendwas irgendwo zurück geblieben ist und sich der Tumor wieder bildet. Wir sollen sie gut beobachten. Diese TÄ meinte, wenn wieder was sei, könne man dann schauen, ob man nochmal operiert. Die andere in der Praxis meinte, als sie den Tumor entfernt haben, dass das Einschicken deshalb wichtig sei, damit man dann wisse, wenn es bösartig ist, dass man dann eben nicht nochmal operiere, sondern sie dann einschläfern lasse, wenn wieder was sei. Gibt es dazu hier Erfahrungswerte, was man dann macht, wenn der Tumor wieder da ist?
Aktuell geht es ihr gut, sie hat die OP gut überstanden.
Und gibt es außerdem Erfahrungswerte, wie viel Zeit sie noch hat? Wie schnell wachsen Tumore bei Degus im Darm?
Und was macht ihr mit euren Gruppen, wenn klar ist, dass in wohl leider überschaubarer Zeit nur noch eines zurück bleiben wird? Macht es Sinn, jetzt ein Degu oder eine Gruppe dazu zu holen? Befeuert das die Erkrankungen (die zweite kranke Deguline hat Abzesse und retrogardes Zahnwachstum) wegen des zusätzlichen Stresses? Vielleicht eine kleinere Gruppe (zwei oder drei Tiere), die extra gehalten werden? Die Vorstellung, dass gerade unsere schüchternste Deguline alleine zurück bleiben müsste und man dann hektisch schnell neu suchen muss, scheint uns nicht so günstig zu sein, wenngleich es sich irgendwie gerade auch so gar nicht schön anfühlt, nach neuen Degus zu schauen, weil ich eigentlich einfach nur meine Gruppe haben möchte
traurige Grüße,
Nila
Re: bösartiger Tumor
Verfasst: 31. Aug 2026, 09:38
von DaLo
Hallo Nila,
Ihr habt leider wirklich das Pech gepachtet. Tumore kommen bei Degus eher selten vor. Und von einem Tumor, wie bei Eurer Maus, habe ich noch nie gehört.
Von daher... dazu, wie die Prognosen sind, kann ich gar nichts sagen. Ich würde mich auf alles einstellen. Das Schlimmste erwarten und auf das Beste hoffen.
Nachdem es aktuell noch drei Degus sind (auch wenn bei einer die Prognose schlecht und bei der anderen völlig offen ist) würde noch nicht über eine Erweiterung nachdenken. Geht diese Sache erst an, wenn tatsächlich nur noch zwei Tiere da sind. Und auch dann nehmt Euch Zeit.
LG Dagmar
Re: bösartiger Tumor
Verfasst: 31. Aug 2026, 17:25
von Nila
Die Tierärztin hatte uns ursprünglich auch gesagt, dass dort eher gutartige Wucherungen zu finden seien. Leider ist das bei uns nicht der Fall
Warum würdest du warten? Ich hätte gerne lieber Zeit zum suchen, zum aneinander gewöhnen etc. Nach den aktuellen Prognosen haben wir ja anscheinend zwei Degus, die mit Glück noch ein paar Monate haben, aber es auch schnell gehen kann und dann mit Pech (das ja anscheinend dauernd bei uns zuschlägt

)auch noch bei beiden gleichzeitig oder kurz nacheinander. Ich möchte nicht, dass unsere dann verbleibende letzte Deguline alleine sitzen muss, denn dann kann ich mir doch keine Zeit nehmen.
Re: bösartiger Tumor
Verfasst: 31. Aug 2026, 19:56
von DaLo
Nila hat geschrieben: 31. Aug 2026, 17:25
Warum würdest du warten?
1. Die Drei sind harmonisch und bilden aktuell eine gut funktionierende Gruppe.
2. Gerade wenn ein Tier ggf. nur noch wenig Lebenszeit hat, wozu ihm dann großen Stress zumuten, wenn es unter Gleichgesinnten lebt.
3. Die Gruppe hat durch die Verluste in letzter Zeit, meiner Meinung nach genug Veränderungen mitgemacht. Das sollte sich erst einmal stabilisieren.
4. Eine Vergesellschaftung ist regelmäßig mit Rangfolgekämpfen verbunden. Das würde ich keinem angeschlagenen Tier zumuten wollen, wenn es nicht zwingend notwendig ist.
5. Selbst, wenn nur ein Degu übrig ist, hast Du in der Regel Zeit, nach einem passenden Partnertier zu suchen.
Re: bösartiger Tumor
Verfasst: 25. Okt 2026, 20:42
von Nila
Guten Abend,
wir vermuten,der Tumor ist zurück. Nach unserem Urlaub ist bei unserer Deguline die Stelle am unteren Bauch kahlgerupft. Könnte vielleicht Langeweile sein, weil unser Urlaubssitter natürlich nicht so viel Zeit mit den Schnuffies verbracht hat, wie wir das tun, aber so richtig wahrscheinlich ist das wohl nicht. Was macht man jetzt am besten? Die eine TÄ meinte ja, man kann gucken, ob man nochmal operiert. Die andere TÄ würde bei bösartig nicht nochmal operieren. Da das diesmal dann ja offenbar im Bauchinneren ist, wäre das vermutlich eine größere OP. Sie hat sich von der letzten ja recht fix erholt,aber bei einer richtigen Bauchöffnung und außen liegender Naht können wir darauf wohl weniger hoffen. Allerdings haben wir ja keine Erfahrung, wie Degus solche OPs wegstecken. Wären dann etwa zwei Monate gewesen, bis der Tumor wieder da war. Macht es da Sinn, nochmal zu operieren? Oder lieber palliativ mit Schmerzmittel behandeln? Und wie lange kann man ihr das zumuten? Sie ist ein bisschen hibbelig (das ist sie aber ganz grundsätzlich vom Temperament her, aber jetzt gefühlt ein bisschen doller), aber ansonsten merkt man ihr nichts an. Sie frisst gut, ist aktiv und interagiert mit uns und den anderen beiden Degus. Aber wir wissen ja, wie gut sie Schmerzen verstecken können. Die Laute vom letzten Mal habe ich aber noch nicht wieder gehört, so dass ich denke, sie hat noch Freude am Leben.
Gibt es etwas, was wir unterstützend tun könnten?
Wie würdet ihr am besten vorgehen?
Wir fragen natürlich auch nochmal unsere TÄ, aber die wollen im Zweifel ja von uns wissen, ob nochmal OP. Um zu gucken, wie der Tumor liegt, braucht es für den Ultraschall auch eine Narkose? Bestimmt, oder? Dann sollten wir irgendwie schon vorher wissen, ob das Sinn ergibt, das zu machen. Denn wenn die OP nicht wirklich sinnvoll ist, würde ich sie auch nicht für den Ultraschall in Narkose legen lassen wollen. Das ist ja auch nur zusätzlicher Stress, der ihr dann gar nichts bringt.
Traurige Grüße

Re: bösartiger Tumor
Verfasst: 26. Okt 2026, 20:17
von DaLo
Hallo Nila,
das tut mir sehr leid, wenn der Tumor so schnell wieder gewachsen ist. Ich würde mir schon nochmal eine Meinung vom Tierarzt einholen. Sollte der Tumor tatsächlich schon wieder zurück sein, würde ich tendenziell nicht nochmal operieren. Schmerzmittelgabe ist bestimmt eine gute Entscheidung. Solange Du den Eindruck hast, dass die Süße eine gewisse Freude an ihrem Alltag hat, würde ich sie leben lassen. Du wirst es merken, wenn sie sich zurückzieht und wenn es ihr nicht mehr gut geht.
Ja, die Zwerge verbergen Einschränkungen bis zum Schluss. Sie halten aber auch viel aus und bei manchen Behandlungen, die ich im Laufe der Jahre durchgeführt habe, hatte ich den Eindruck, dass die Schmerztoleranz nach Menschenmaßstab erstaunlich hoch ist.
Mitfühlende Grüße
Dagmar
Re: bösartiger Tumor
Verfasst: 27. Okt 2026, 19:49
von Nila
Danke für die Einschätzung. Die Tierärztin meinte, als wir sie heute erreicht haben, dass man fürs besser beurteilen röntgen und Ultraschall unter Narkose brauche. Sollten wir das dann dennoch machen? Wenn, was auch mein Gefühl ist, noch eine OP für sie eher Qual wäre, sollen wir ihr dann den Narkosestress nur für letztlich ein besseres Bild vom Tumor antun? Im Grunde hat sie die letzte Narkose gut vertragen. Trotzdem möchte ich ihr natürlich ersparen, was geht. (Wenn ich ehrlich bin, würde ich sie natürlich am liebsten nochmal operieren um uns noch ein bisschen mehr Zeit mit ihr zu erkaufen, aber vom Verstand her sehe ich natürlich, dass das, was sie das kostet ihr nicht wirklich viel bringt) Aber könnte es womöglich etwas anderes sein? Wenn es evtl auch etwas anders sein könnte, würde ich lieber nochmal abklären lassen, nicht, dass sie unnötig etwas aushalten muss, was sich beheben ließe.
Liebe Grüße und danke für die immer wieder notwendige, für uns so hilfreiche und kompetente Unterstützung!