Ich hätte nie gedacht....
Verfasst: 18. Dez 2025, 17:00
... dass ich mal aus finanziellen Gründen über eine Beendigung meiner mittlerweile 23jährigen Deguhaltung nachdenke.
In den letzten zwei Jahrzehnten war meine Deguhaltung eine der wenigen Konstanten in meinem Leben. Seitdem die ersten kleinen Nasen im November 2002 bei mir einzogen, hat sich so wahnsinnig viel getan. Selbst so manche Freundschaft, Beziehung und sogar Ehe haben die Degus überdauert. Krankeiten, Krisen... ich habs immer irgendwie hingekriegt. Aber jetzt sieht es so aus, als ob endgültig Sense wäre.
Die neue, seit 2021/22 (?) gültige GOT hat schon den/die ein oder andere/n von uns heftig stöhnen lassen und die Pflegestellen sind zurecht froh, dass die Rechnungen für die Sorgenfellchen vom Verein getragen werden. Die Kosten sind schon für eine alleinstehende Person mit einigermaßen gescheiten Einkommen kaum stemmbar, für jemanden, dem noch wenigere zur Verfügung steht, ist es überhaupt nicht mehr stemmbar.
Mit Chew und Coco hab ich mir echte Problemfälle angelacht. Mit Rumpel und Violet war ich auch schon zum Zähnemachen, aber das war bei meiner alten TÄ, die noch einigermaßen human abrechnet. Chew ist Zahnpatientin, Coco macht wegen ihrer Stoffwechselgeschichte und ihren diversen Parasiten Sorgen. Nun hat sie auch noch einen Kieferabszess, der am 23. operiert wird. KV hierfür: 300 Euro, die ich gnädigerweise in 2 Raten abstottern kann.
Ich kann mir gut vorstellen, dass es vielen Degu- und anderen Heimtierhaltern ähnlich geht und vermutlich nicht wenige Menschen sich aus diesem Grund dazu entscheiden, wirklich wichtige Behandlungen sausen zu lassen und die Tiere dafür eher unnötig leiden oder einschläfern zu lassen (an einem Punkt, an dem es möglicherweise noch gar nicht nötig wäre). Ich hab nun zum Glück einiges an Wissen und kann viel selbst behandeln. Aber bei Zähnen und OP ist ganz klar der TA gefragt.
Einerseits bin ich für faire Entlohnung auch von Tierärzten - und meine neue TÄ ist wirklich sehr gut und kompetent und hat eine Praxis mit Angestellten, die auch von irgendwas leben wollen. Aber irgendwie... ich weiß nicht. 300 Euro....
Wie seht ihr das? Ist Heimtierhaltung mittlerweile ein Luxus?
In den letzten zwei Jahrzehnten war meine Deguhaltung eine der wenigen Konstanten in meinem Leben. Seitdem die ersten kleinen Nasen im November 2002 bei mir einzogen, hat sich so wahnsinnig viel getan. Selbst so manche Freundschaft, Beziehung und sogar Ehe haben die Degus überdauert. Krankeiten, Krisen... ich habs immer irgendwie hingekriegt. Aber jetzt sieht es so aus, als ob endgültig Sense wäre.
Die neue, seit 2021/22 (?) gültige GOT hat schon den/die ein oder andere/n von uns heftig stöhnen lassen und die Pflegestellen sind zurecht froh, dass die Rechnungen für die Sorgenfellchen vom Verein getragen werden. Die Kosten sind schon für eine alleinstehende Person mit einigermaßen gescheiten Einkommen kaum stemmbar, für jemanden, dem noch wenigere zur Verfügung steht, ist es überhaupt nicht mehr stemmbar.
Mit Chew und Coco hab ich mir echte Problemfälle angelacht. Mit Rumpel und Violet war ich auch schon zum Zähnemachen, aber das war bei meiner alten TÄ, die noch einigermaßen human abrechnet. Chew ist Zahnpatientin, Coco macht wegen ihrer Stoffwechselgeschichte und ihren diversen Parasiten Sorgen. Nun hat sie auch noch einen Kieferabszess, der am 23. operiert wird. KV hierfür: 300 Euro, die ich gnädigerweise in 2 Raten abstottern kann.
Ich kann mir gut vorstellen, dass es vielen Degu- und anderen Heimtierhaltern ähnlich geht und vermutlich nicht wenige Menschen sich aus diesem Grund dazu entscheiden, wirklich wichtige Behandlungen sausen zu lassen und die Tiere dafür eher unnötig leiden oder einschläfern zu lassen (an einem Punkt, an dem es möglicherweise noch gar nicht nötig wäre). Ich hab nun zum Glück einiges an Wissen und kann viel selbst behandeln. Aber bei Zähnen und OP ist ganz klar der TA gefragt.
Einerseits bin ich für faire Entlohnung auch von Tierärzten - und meine neue TÄ ist wirklich sehr gut und kompetent und hat eine Praxis mit Angestellten, die auch von irgendwas leben wollen. Aber irgendwie... ich weiß nicht. 300 Euro....
Wie seht ihr das? Ist Heimtierhaltung mittlerweile ein Luxus?